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Dolmetscher FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten

(FAQ – Frequently Asked Questions – Häufig gestellte Fragen)

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Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Allgemeines zum GFT Communicate Dolmetscherdienst

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Dolmetschen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Telefondolmetscher / Telefondolmetschen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Interkulturelle Trainings

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Gebärdensprachdolmetscher / Gebärdensprachdolmetschen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Simultandolmetscher / Simultandolmetschen / Simultanübersetzer

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Konsekutivdolmetscher / Konsekutivdolmetschen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Videodolmetscher / Videodolmetschen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Feedback zu Dolmetschereinsätzen

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Angebot, Auftrag & Preise

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Vorbereitung Dolmetschereinsatz

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Durchführung eines Dolmetschereinsatzes

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Nachbearbeitung eines Dolmetschereinsatzes

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Vorabendanreise für einen Dolmetschereinsatz

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Vorbesprechung für einen Dolmetschereinsatz

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Diskretion, Verschwiegenheit & Geheimhaltung

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.

Hierbei müssen wir erst einmal zwischen zwei Optionen unterscheiden:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik

Vorteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

Die Kosten für eine PFA-Personenführungsanlage sind sehr viel geringer als z.B. für eine Dolmetscherkabine für eine Simultanverdolmetschung. Eine PFA ermöglicht zu dem auch, dass die Zuhörer sich frei bewegen können, wie z.B. bei Führungen und Besichtigungen (Werksführungen, Messeführungen, Museeumsbesichtigung, Atelierbesichtigungen etc.).

Vorteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

Die Kosten für aufwendige Konferenztechnik, Konferenztechniker, Organisation etc. entfallen. Dies bedeutet oft ein Preisersparnis von über 1000,- EUR (abhängig vom Umfang der Veranstaltung).

Das Flüsterdolmetschen ist eine Form des Simultandolmetschens. Hierbei werden jedoch keine technischen Hilfsmittel wie z.B. Mikrofon, Dolmetscherkabine, Mischpult etc. verwendet. Bei dieser Technik befindet sich der Dolmetscher unmittelbar hinter oder neben seinem Zuhörer (max. 2 Personen) und flüstert ihm sehr leise die Verdolmetschung zu. Flüsterdolmetschen wird auch oft bei Gerichtsverhandlungen verwendet. Soll jedoch eine größere Zuhörerschaft angesprochen werden, gibt es eine weitere Form des Flüsterdolmetschens: das Dolmetschen durch eine Flüsteranlage (Personenführungsanlage oder kurz PFA genannt). Der Dolmetscher spricht hierbei sehr leise aber verständlich in ein Mikrofon und die Zuhörer können der Verdolmetschung über einen drahtlosen Kopfhörer folgen. Diese Variante wird auch oft bei Werksführungen verwendet, wo die Zuhörer in Bewegung sind.

Relaisdolmetschen wird oft bei mehrsprachigen Veranstaltungen genutzt. Gehen wir zum Beispiel davon aus das eine Veranstaltung in Deutschland stattfindet, mit deutschsprachigen Rednern und fremdsprachigen Gästen. Die Dolmetscher für die fremdsprachige Zuhörerschaft (z.B. für Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch) sind zwar Fachprofis aber Ihre vertrautere Arbeitssprache ist Englisch. So müssen zwei Simultandolmetscher erst einmal dafür sorgen, dass die deutschsprachigen Redner ins englische gedolmetscht werden. Diese englische Verdolmetschung nutzen dann die Dolmetscher der fremdsprachigen Zuhörerschaft als Ausgangssprache für ihre Zielsprachen (Japanisch, Koreanisch, Indisch und Französisch). In diesem Fall dolmetschen die Dolmetscher für die fremdsprachigen Gäste nicht direkt von der deutschen Ausgangssprache direkt von den Rednern, sondern von der englischen Ausgangssprache die von Ihren Dolmetscherkollegen bereitgestellt wird. Diese Technik wir Relaisdolmetschen genannt. Dies hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Zuhörer zwischen der englischen und den für sie bestimmten fremdsprachigen Kanal wählen können.

Ein Gerichtsdolmetscher ist einer vom lokalen Gericht / Richter ver- oder beeidigter Dolmetscher (Offiziell: öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher) der bei Gerichtsverfahren in seiner Ausgangs- und Zielsprache dolmetschen darf und dafür herangezogen werden kann. Es ist verpflichtet für das Gericht auf neutraler und sachlicher Ebene wahrheitsgemäß zu dolmetschen.

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für einen Begleitdolmetscher. Zum Beispiel auf Messen, Reisen, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen oder bei Führungen.

Wie der Name es vermuten lässt, begleitet ein „Begleitdolmetscher“ den Kunden auf zum Beispiel: Messen, Reisen (Geschäftsreisen), Kulturveranstaltungen oder bei Führungen. Er übersetzt von der Ausgangssprache (z.B. Deutsch) in die Zielsprache (z.B. Englisch). Bei Messebesuchen dolmetscht der Begleitübersetzer oder Begleitdolmetscher bilingual zwischen den Gesprächspartnern.

TIPP: Verlassen Sie sich nicht immer auf die englisch Kenntnisse Ihrer Gesprächspartner. Auf Messen zum Beispiel, wird auch sehr viel auf Englisch gesprochen oder eher vermittelt, jedoch gehen oft viele wertvolle Gedanken oder Fachwissen verloren weil entweder das Englisch der Aussteller oder die des Besuchers nicht ausreichend ist. Ein guter Begleitdolmetscher ist die Lösung, nicht nur sprachlich sondern auch fachlich.

Gute Frage… siehe Wiki: „Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, um es hörgeschädigten Menschen zu erlauben, Reden, Vorträgen oder Ähnlichem durch Mitlesen zu folgen“.

Immer dann, wenn es um einen Spezialeinsatz mit einem definierten Ergebnis geht und der Kunde die schriftliche und fundierte Bescheinigung benötigt, dass der Dolmetscher zu dem Einsatz die fachliche und rechtliche garantierte Berechtigung und Qualifikation hat. Eine 100% Garantie gibt auch eine Bescheinigung nicht. Diese schafft Vertrauen. Notwendig für die Sprachmittlung vor Gericht und auf Behörden.

Die A-Sprache bezieht sich immer auf die Muttersprache. Die B-Sprache bezieht sich auf eine erlernte Fremdsprache die der Dolmetscher fast genau so gut wie die Muttersprache beherrscht und auch zum Dolmetschern benutzt. Die C-Sprache bezieht sich zwar auch auf eine erlernte Fremdsprache, jedoch beherrscht der Dolmetscher diese Sprache nicht so gut, dass er in beide Richtungen dolmetschen kann. In diesem Fall dolmetscht er von der C-Sprache in die A- oder B-Sprache aber nicht zurück.

Üblicherweise übersetzt ein Dolmetscher immer von einer Arbeitssprache in die gewünschte Zielsprache, welches in den meisten Fällen die Muttersprache des Dolmetschers ist. Beim „Retour-Dolmetschen“ geschieht das genau umgekehrt. Der Dolmetscher übersetzt bzw. dolmetscht von seiner Muttersprache in eine beliebige Arbeitssprache.

Beispiel:
Der Dolmetscher ist Spanier und beherrscht spanisch als Muttersprache. Er hat zusätzlich die englische Sprache gelernt.
Er bietet folgende Dolmetsch-Sprachkombinationen an:

Standard-Dolmetschen
Ausgangssprache: Englisch (Arbeitssprache)
Zielsprache: Spanisch (Muttersprache)

Retour-Dolmetschen
Ausgangssprache: Spanisch  (Muttersprache)
Zielsprache: Englisch (Arbeitssprache)

JAIN. Mehrere Sprachen zu dolmetschen geht nur wenn der Dolmetscher die langjährige und umfangreiche Ausbildung in den notwendigen Sprachen hat und diese Sprachkombinationen in der Praxis trainiert hat. Hier empfehlen wir einen Testlauf z.B. per Skype durchzuführen. Dazu z.B. die Kontakte in einer Niederlassung nutzen. Wir empfehlen bei umfangreichen, hochwertigen und schwierigen Dolmetschereinsätzen immer für jede Sprachkombination mindestens einen Dolmetscher. Bei Simultaneinsätzen immer mindestens 2 Dolmetscher je Sprachkombination und den Dolmetscher-Wechsel alle 30-40 Minuten.

Sehr oft werden diese zwei Begriffe verwechselt und vermischt. Dolmetschen bedeutet vor Ort, beim Kunden, Redner, Sprecher oder per z.B. Telefon die „Übersetzung“ in Sprache also auditiv wieder zu geben. Dabei gibt es die Möglichkeit Konsekutiv (im Versatz) oder Simultan (gleichzeitig) zu dolmetschen bzw. sprachlich zu übersetzen. Reines Übersetzen bedeutet es gibt einen Ausgangstext und dieser wird in die Zielsprache unter Verwendung z.B. eines Translation-Memory-Systems (TMS) übersetzt.

Technik für den Dolmetschereinsatz

Die Anredeform in der „Ich“ Perspektive sollte immer dann vermieden werden, wenn beim Konsekutivdolmetschen mehr als eine Person dabei ist, die gedolmetscht werden soll. Dies würde sonst zu Verwirrung sorgen. Hier kann der Dolmetscher durch die „Er“-Form für eine klare Distanzierung bzw. Trennung zwischen den zu dolmetschenden Personen sorgen.

Mit der Nutzung von Anredeformen, können Dolmetscher dazu beitragen, dass unnötige Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel wenn mehrere Gesprächsteilnehmer zu übersetzen sind. Der Dolmetscher kann dadurch eine klare Distanzierung anzeigen, um somit keine Parteiergreifung zu vermitteln. Auf der anderen Seite kann der Dolmetscher z.B. durch die „Ich“-Form das Gespräch mit der Zielperson vereinfachen.

Beim Konsekutivdolmetschen werden zwischen zwei verschiedenen Anredeformen gewählt:

  1. Die „Ich“ Form
  2. Die „Er“ Form

Bei der „Ich“ Form, repräsentiert der Dolmetscher die zu übersetzende Person. Für die Zielperson ist der Dolmetscher quasi der direkte Gesprächspartner.

Mit der „Er“ Form gibt der Dolmetscher klar eine Distanzierung zur gedolmetschten Person vor.

Bei der Kontextualisierung werden verschiedene Aspekte einer Äußerung in Bezug auf die Zielsprache analysiert, bevor sie gedolmetscht wird.

Es gilt dabei folgende Aspekte zu analysieren:

  1. Kommunikationssituation
  2. Verhältnis der Gesprächspartner
  3. Verbale und Nonverbale Ausdrucksmittel
  4. Skopós der Beteiligten
  5. Verständnis
  6. Bedeutung

Hierdurch kann der Dolmetscher vermeiden für Missverständnisse oder für Verwirrung zu sorgen.

Ein Dolmetscher muss Kompetenzen auf 4 verschiedenen Ebenen mitbringen:

  1. Sprachliche Kompetenz
  2. Kulturelle Kompetenz
  3. Fachliche & Recherche Kompetenz
  4. Kommunikationskompetenz

Unter Sprachregister versteht man Sprachebenen einer Sprache oder eines Dialektes, die sich oft durch ihren Wortschatz oder Grammatik voneinander unterscheiden.

Es gibt 4 verschiedene Sprachregister die der Dolmetscher beim dolmetschen unterscheiden muss:

  1. Hochsprache
  2. Umgangssprache
  3. Fachsprache
  4. Jugendsprache

Unilateral“ bedeutet das Dolmetschen in eine einzige Sprachrichtung.

DE->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische.

Bilateral“ bedeutet das Dolmetschen ein zwei Sprachrichtungen.

DE<->EN = Zum Beispiel: Vom Deutschen ins Englische und zurück.

Ja, Adrenalin ist Gold für eine gute Verdolmetschung. Nervosität sollte aber kontrollierbar sein. Gesundes Selbstbewusstsein lenkt die Nervosität in die Richtige Richtung. So bleibt der Job für den Dolmetscher auch immer spannend und interessant.

Beim Übersetzen bzw. Dolmetschen kommt es weniger darauf an was jemand sagt, sondern viel mehr warum jemand etwas sagt und was er damit bezwecken möchte. Besonders in verschiedenen Sprachen können Äußerungen eine ganz andere Bedeutung haben oder bezwecken als sie wörtlich bedeuten.

Viele Dolmetscher mussten in ihren Einsätzen leider oft feststellen, dass unvorangekündigte Themen, oder Material besprochen wurden. Plötzlich wird eine Präsentation eingeblendet, welches der Dolmetscher zur Vorbereitung noch nicht zum Sichten und Vorbereiten bekommen hatte. Oder der Redner stellt plötzlich fest, dass die Zeit nicht mehr ausreicht und verdoppelt seine Redegeschwindigkeit und somit auch die Menge an Informationen für den Dolmetscher.

Allgemein gibt es einen höheren Bedarf an männlichen Dolmetschern. Vor allem im medizinischen Bereich werden immer mehr männliche Simultandolmetscher, Konsekutivdolmetscher, Videodolmetscher und Telefondolmetscher gesucht.

Dies ist immer Auftragsabhängig. Je nach Sprache und Kultur ist es oft sinnvoll einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Dolmetscher anzufragen. Zum Beispiel bei Arztterminen bzw. ärztlichen Untersuchungen ist es oft sehr hilfreich, wenn ein männlicher Dolmetscher einen männlichen Patienten dolmetscht und bei einer weiblichen Patientin entsprechend eine weibliche Dolmetscherin eingesetzt wird. Es gibt auch Länder und Kulturen wo es grundsätzlich gut ist die Dolmetscher passend zu den Zielpersonen anzufragen.

Das kommt immer auf den Auftraggeber an. Grundsätzlich übersetzt ein guter Dolmetscher nie wortwörtlich, sondern entsprechend der Zielsprache sinngemäß und Inhaltsgemäß genau. Was den Inhalt betrifft, muss zum Beispiel für ein Gericht gedolmetscht werden, ist der Dolmetscher sogar verpflichtet, alles und jedes Detail zu übersetzen.

Ist es aber eine geschäftliches Verhandlungsgespräch oder ein diplomatisches Verhandlungsgespräch, so kann es manchmal von Vorteil sein, wenn der Dolmetscher nicht jedes Detail übersetzt. Zum Beispiel Gefühlsschwankungen, Flüche und andere Dinge die nicht zu einer positiven Kommunikation beitragen. Wird dies jedoch ausdrücklich vom Kunden verlangt, so muss der Dolmetscher dem auch Folge leisten und dies auch mit übersetzen.

Der Redner bzw. der Referent sollte sich vorab mit dem Inhalt und mit der Geschwindigkeit seiner Rede befassen. Er sollte die Sätze so formulieren, dass der Dolmetscher praktisch den natürlichen Verlauf dieses Satzes voraussehen kann. Kurze und prägnante Sätze sagen mehr aus als lange ausschweifende Sätze mit wenig Inhalt.

Anbei ein kleines Beispiel von einer guten Simultanverdolmetschung und einem angemessenen Redetempo bei der Rede vom US-Präsidenten Donald Trump am 31.01.2018. Bitte achten Sie auf das angemessene Redetempo vom Redner: US-Präsidenten und die passende Verdolmetschung vom Simultandolmetscher:

Bei einer konsekutiven Übersetzung wird nachfolgend verdolmetscht. Dies ist oft relativ unabhängig von der Redegeschwindigkeit des Redners. Bei einer simultanen Verdolmetschung ist der Dolmetscher sehr stark von dem Redetempo des Referenten abhängig. Eine zu schnelle und unnormale Redegeschwindigkeit verlangt noch mehr Konzentration von Seiten des Übersetzers bzw. Dolmetschers. Eine schnellere Redegeschwindigkeit bedeutet auch, mehr Inhalt in weniger Zeit zu vermitteln. Dies hat sowohl technische und menschliche Grenzen.

 

Eine Terminologiedatenbank kann viele Vorteil für den Kunden / Auftraggeber bringen.

Ein bekanntes Beispiel dazu:

Ein Ärztehaus / Krankenhaus plant regelmäßig Dolmetschereinsätze für Patienten diverser Sprachen. Da diese Einsätze im Medizinischen Bereich sind, sind dementsprechend viele Fachbegriffe/Terminologien erforderlich. Jeder Dolmetscher einer neu angefragten Sprache, muss sich mit diesen Fachbegriffen / Fachterminologien vertraut machen. Durch eine bereits vorhandene und stätig erweiterbare Terminologiedatenbank, können Sie neue Dolmetscher einlesen und sich mit den Fachbegriffen vertraut machen. Zudem können Sie die Terminologiedatenbank mit den entsprechenden Begriffen in der gewünschten Zielsprache erweitern. So entsteht eine Firmeninterne Terminologiedatenbank in den verschiedensten Sprachen, wo sich sowohl das Fachpersonal als auch die Dolmetscher dran bedienen können. Sollte ein Dolmetscher für eine bestimmte Zielsprache ausfallen, ist ein Ersatzdolmetscher in der Lage sich in die Thematik und vor allem in die Terminologie einzulesen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass einheitliche Fachterminologien verwendet werden. Legt sich ein Unternehmen auf einen von vielen möglichen Fachbegriffen fest, kann jeder Dolmetscher in seiner Zielsprache sich daran orientieren.

Dies ist durchaus möglich. Hierzu sind lediglich zwei Kriterien erforderlich:

  1. Die Fachterminologie ist neutral bzw. Kundenunabhängig und enthält keine geschützten Daten oder Begriffe von anderen Kunden oder Firmen
  2. Der Kunde ist bereit diese Terminologiedatenbank in Form eines Glossares, Wörterbuchs etc. von dem Dolmetscher/Dolmetscherdienst käuflich zu erwerben, somit auch die rechtliche Nutzungsberechtigung der darin enthaltenen Fachterminologie

Dolmetscher werden für viele verschiedene Fachbereiche gebucht. Jeder Fachbereich hat spezifische Terminologien oder Fachbegriffe. Je nach Unternehmen und Produkt können das sogar Terminologien sein, die so vielleicht noch nicht in Fachbüchern oder Wörterbüchern vorkommen. Sollte so ein Begriff vorkommen, kann der Dolmetscher auf seine eigens erstellte und gesammelte Terminologiedatenbank zugreifen.

Eine Terminologiedatenbank ist eine Datenbank in der Fachbegriffe bzw. Fachterminologien verwaltet werden. Dies können Wörterbücher, Glossare oder auch Thesauri sein. Terminologiedatenbanken werden nicht nur von Übersetzern benutzt, sondern auch von Dolmetschern.

Ganz einfach! Die Berufsbezeichungen: „Dolmetscher“, „Konferenzdolmetscher“ und „Übersetzer“ sind rechtlich nicht geschützt. Viele können sich dadurch als Dolmetscher bzw. Übersetzer bezeichnen, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung vorweisen können. Diplom-Dolmetscher und Diplom-Übersetzer haben jedoch einen nachweisbaren Universitätsabschluss, der bei vielen internationalen Organisationen anerkannt und gleichzeitig auch Voraussetzung für Dolmetscheinsätze oder Übersetzertätigkeiten ist.

Beim Remote-Dolmetschen bzw. Remote-Interpreting (RI) befinden sich die Teilnehmer oder Zuhörer an einem anderen Ort als der Dolmetscher selbst. Die Zuhörer können den Dolmetscher über die Kopfhörer mitverfolgen. Das Remote-Dolmetschen wird oft bei Telefon- und Videokonferenzen eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wo nicht ausreichend Platz für eine professionelle Dolmetscherkabine mit Simultantechnik vorhanden ist.

Das Wort: „Cheval“ kommt aus dem französischem und bedeutet: „Pferd“. Bei Dolmetschereinsätzen ist es ein Dolmetscher, der in EINER Sitzung sozusagen „rittlings“ in ZWEI Kabinen sitzt. Normalerweise sind mindestens zwei Dolmetscher je Sprache und Kabine anwesend. Bei einer simultanen Verdolmetschung von nur zwei Sprachen, kann der „Cheval“ oder „Springer“-Dolmetschers, der beide Sprachen beherrscht, je nach Bedarf von der einen in die andere Kabine wechseln. So kann ein Dolmetscher und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Ein Kabinendolmetscher wird heutzutage auch Simultandolmetscher genannt, weil größtenteils nur bei Simultandolmetschereinsätzen Dolmetscherkabinen benötigt werden. In wenigen Fällen kann das aber auch auf Konsekutivdolmetscher bzw. Einsätze zutreffen.

Hier müssen wir zwischen:

  1. Flüsterdolmetschen mit Technik und
  2. Flüsterdolmetschen ohne Technik unterscheiden:

Nachteile beim Flüsterdolmetschen mit Technik:

  • höhere Kosten

Nachteile beim Flüsterdolmetschen ohne Technik:

  • es kann nur max. für zwei Personen gedolmetscht bzw. geflüstert werden
  • keine Mobilität, nicht geeignet für bewegliche Veranstaltungen wie z.B. Werksführungen, Messebesichtigungen, Atelierbesichtigungen etc.

Nachteile bei beiden Formen des Flüsterdolmetschens:

  • Geräuschpegel – Bei beiden Varianten befindet sich der Dolmetscher in einem offenen Raum und nicht etwa in einer schalldichten Dolmetscherkabine. Somit ist er dem Geräuschpegel im Raum, verursacht durch Personen und / oder Gegenstände im Raum, ausgesetzt. Dies kann seine Dolmetschleistung und Qualität stark beeinflussen.
  • Das Flüstern, auch wenn leise, kann andere Teilnehmer / Gäste in unmittelbarer Nähe ablenken oder stören.