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Wir Stellen Vor: DE-TK Dolmetscher Und Übersetzer Thorsten Unger

Wir stellen vor: DE-TK Dolmetscher und Übersetzer Thorsten Unger

Hallo und herzlich Willkommen beim Podcast der GFT Group! Ihr Podcast, rund um das Thema: Dolmetscher und Übersetzer in der Wirtschaft!

In diesem Podcast interviewen wir den Dolmetscher und Übersetzer Thorsten Unger zum Thema Telefon- und Videodolmetscher. Mit welchen Herausforderungen müssen Telefon- oder Videodolmetscher kämpfen? Wie können Dolmetscher sich auf diese Herausforderungen vorbereiten? Was gilt es dabei alles zu beachten? Welchen Beitrag können Veranstalter oder Kunden dazu leisten? Dies und noch vieles mehr Interessantes erfahren Sie in diesem Podcast!

Wie kam es dazu, dass er sich für diesen Beruf entschieden hat?

In der Schulzeit hat er begonnen sich für die Türkische Sprache zu interessieren. So hat er sich die Sprache angelernt und beschäftigt sich nun seit 25 Jahren mit dieser Sprache. Zudem hat er auch schon in der Türkei gelebt und dort ein Sprachstudium absolviert. Inzwischen ist er auch beeidigter Dolmetscher und Übersetzer.

Wie funktioniert das Video- und Telefondolmetschen?

Beim Videodolmetschen sehen Sie den Kunden. Sie arbeiten am PC mit Webcam, Kopfhörern und Mikrofon – genauso wie der Kunde. Gedolmetscht wird die Situation z.B. ein Arzt-Patienten-Gespräch; ein Aufklärungsgespräch vor einer Operation; etc.

Was sind die Herausforderungen des Video- und Audiodolmetschens?

  • Man kann sich nur schlecht darauf vorbereiten, wenn man vorab keine Informationen erhält. Man weiß vielleicht noch, dass ein Krankenhaus anruft, jedoch bieten diese beispielsweise ja auch ein breites Feld an Gesprächsthemen.
  • Aufgrund der fehlenden Kenntnisse bezüglich der genauen Thematiken, muss man versuchen ein möglichst breites Wort- und Wissensspektrum parat zu haben. Dafür muss man im Vorfeld viel Glossararbeit leisten um zumindest die typischen Begriffe parat zu haben.
  • Beim Telefondolmetschen ist die Problematik, dass man sich nicht sieht. Vieles nimmt man visuell war und dies würde dem Dolmetscher beim Übersetzen fehlen. Es ist daher sehr wichtig darüber informiert zu werden, was der Kunde gerade genau macht, was er vor hat zu tun oder ob sich gerade etwas intern besprochen wird, was nicht gedolmetscht werden soll.
  • Bezüglich der Technik ist es wünschenswert, dass alle Sprecher in möglichst gleicher Entfernung zum Mikrofon/Telefon/zur Freisprecheinrichtung sitzen oder stehen, so dass alle in der selben Lautstärke verstanden werden können. Beim Audiodolmetschen wäre es zudem wünschenswert, alle sehen zu können oder zumindest die Person die gerade spricht oder von der gesprochen wird.
  • Beim Vieodolmetschen sollte darauf geachtet werden dass im Hintergrund kein Sonnenlicht blendet.
  • Bei medizinischen Untersuchungen könnte die Kultur ebenfalls eine Rolle spielen. Als männlicher Dolmetscher kann man bei der Untersuchung einer Pantientin nur schlecht hinzugezogen werden, da dies aus kultureller Sicht (besonders, wenn die Frau sich zu einem gewissen Grad freimachen muss) als sehr unangenehm angesehen wird. Hier kann man technisch dafür sorgen, dass das Bild abgeschalten wird und falls dies nicht möglich ist, dass die Kamera kurz weggedreht wird.

Wie kann man dem Dolmetscher die Vorarbeit vereinfachen?

Natürlich kann der Kunde den Dolmetscher im Vorfeld ausführlicher informieren, nennen was im Gespräch behandelt wird und vielleicht auch vorab noch ein Kundengespräch führen, um so darüber aufzuklären was passieren wird.

Viele Kunden haben auch gewisse Formulare, die im Gespräch durchgearbeitet werden – diese sollten dem Dolmetscher auch vorliegen, sodass dieser die Punkte mitverfolgen kann und sich gegebenenfalls vorher schon Fachbegriffe anschauen und sich daneben notieren kann, damit das Gespräch flüssig vonstatten geht.

Manche Kunden stellen im Vorfeld auch Infomaterialien oder Glossare zur Verfügung, so dass die Dolmetscher bei Bedarf darauf zugreifen können.

Wie ist der Ablauf eines Telefondolmetscher-Einsatzes?

  • Im Idealfall gibt der Kunde einen Überblick darüber, was gerade geschieht oder vielleicht auch schon geschehen ist.
  • Der Dolmetscher wird mit ausreichend Informationen ausgestattet

(Unterlagen die er benötigen könnte, Glossare, Namen der Gesprächsteilnehmer und ggf. die Titel und Positionen von diesen, Informationen falls Themenänderungen aufkommen, etc.)

  • Bei Vorgesprächen werden auch kulturelle Unterschiede erklärt, so dass der Kunde auch in dieser Hinsicht Verständnis hat und eventuelle Eskalationen durch z.B. überkochen der Emotionen verhindern kann.

Wenn dies vorab gewährleistet wurde und geklärt ist, so dass der Dolmetscher sich gut vorbereiten konnte, wird der Einsatz zu einem abgestimmten Termin gestartet und der Dolmetscher übersetzt die Situation bzw. die Gesprächsinhalte entsprechend.

Schon gewusst?

Das Wort „Dolmetschen“ stammt übrigens aus dem Türkischen Wort „dilmaç“ (Vermittler, Mittelsmann zwischen zwei Parteien, die unterschiedliche Sprachen sprechenund wurde über die ungarische Sprache in den deutschen Sprachschatz gebracht, so dass die Sprachkombination Deutsch-Türkisch für einen Deutschen gar nicht so ungewöhnlich ist.

War dieser Podcast hilfreich? Sie sind begeistert von Herrn Unger und seiner professionellen Arbeit? Sie möchten Ihn als Dolmetscher oder Übersetzer für Deutsch-Türkisch oder als Referent für ein individuelles interkulturelles Training anfragen?

Dann fragen Sie uns gerne an!

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