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Wir Stellen Vor: Sprachtrainerin Silke Volkmann Von Voicepresence

Wir stellen vor: Sprachtrainerin Silke Volkmann von Voicepresence

Hallo und herzlich Willkommen zum Podcast „Dolmetscher und Übersetzer in der Wirtschaft“. Heute stellen wir Ihnen einen speziellen Gast vor: Frau Silke Volkmann, Sprach- und Stimmtrainerin bei Voicepresence.

In diesem Podcast erfahren Sie, was für ein riesen Apparat sich hinter Ihrem Sprachorgan verbirgt. Und wie jeder Mensch, speziell auch Dolmetscher, Trainer, Redner, davon profitieren können. Hören Sie rein! Es lohnt sich!

Was ist Stimmtraining?

Sprachtraining befasst sich damit was die Stimme mit dem Gegenüber auslösen kann. Man kann damit jemandem eine Gänsehaut machen, ihn unterstützen, aber auch vergiften und manipulieren.

Wenn jemand beispielsweise eine kräftige Stimmgebung trainieren möchte, dann bereitet dieser sich körperlich schon damit vor, seine Muskeln anzuspannen, weil dieser die Aufgabe gut machen möchte. Der Gedanke etwas gleich gut zu machen ist im Menschen im Unterbewusstsein so tief  verankert, dass es etwas mit Anstrengung zu tun hätte. Jedoch ist es bei der Stimme so, dass mehr Anstrengung und mehr Aktivität nicht heißt, dass es einen besseren Stimmklang erzeugt.

Die Stimme selbst lehrt uns, dass es eine gewisse Harmonie zwischen Anspannung und Entspannung geben muss, damit diese überhaupt gut klingen kann. Es gibt daher gewisse Momente wo man eher mehr loslassen sollte als anzuspannen.

Ein gutes Stimmtraining hat daher damit zu tun, zu lernen sich von Innen zu steuern und auch mal loszulassen, was eine große Kunst ist, da man hauptsächlich lernt wie man was macht und mehr Spannung aufbaut.

Wo sitzt die Stimme?

Viele weisen bei dieser Frage auf den Hals bzw. den Kehlkopf. Dies ist auch richtig, da es eins der offensichtlichsten Stimmorgane ist. Trotzdem ist noch mehr dahinter.

Was wäre der Kehlkopf ohne die Atmung? – Man kann sonst keinen Ton erzeugen.

Was wäre er ohne Ideen was man über die Stimme aussagen will?

Was wäre er ohne einen Klangkörper der ihn umgibt?

So könnte dies noch weiter ausgeführt werden. Beim Sprechen wird immer ein bestimmtes Gefühl mit eingebracht bzw. vermittelt.

Wie beeinflusst unser Gehirn uns?

Die meisten Gedanken sind unterbewusst. In der Regel ist das Gehirn dazu da, drohende Gefahren abzuwehren. Wenn man dieses nicht näher untersucht und dieses nicht bereinigt, dann ist es ständig damit beschäftigt, was falsch laufen könnte. Menschen sind daher sehr viel damit beschäftigt sich Sorgen zu machen.

Welche Rollen spielen Artikulation und Körpersprache?

Die deutliche Aussprache hat sehr viel mit der Klarheit im Inneren zu tun, wenn man beispielsweise einen Gedanken noch nicht fertig ausgeführt hat, neigt man dazu zu nuscheln.

Die Körpersprache ist nicht getrennt vom verbalen Ausdruck zu sehen. Sie unterstützt was man sagen möchte. Wenn man an die Worte „Einerseits und Andererseits“ denkt, fällt einem spontan auch die Handbewegung dazu ein. Unsere Hände sind somit eigentlich die Verlängerung des Körpers von der Zunge in den Raum hinein.

Sich zu erlauben mit Gestiken zu arbeiten hat einen Einfluss auf die Stimmmelodie und das Sprechtempo.

Was kann man als Sprecher berücksichtigen?

Wenn man als Sprecher lernt mit dem Tempo herunterzugehen und auch einen Punkt zu setzen, erleichtern das die Arbeit der Dolmetscher wesentlich.

Insbesondere beim Übersetzen aus dem Englischen ins Deutsche. Denn das Englische ist sehr kurz und knapp und der deutsche Text ist wesentlich länger. Somit muss der Dolmetscher dies ohnehin in einen längeren Text bringen und wenn dann der Sprecher wenigstens Pausen setzt und kleine Sinnabschnitte macht, so ist das für die Zuhörer von Vorteil, da sie sich das Gesprochene so gut merken können und sich die Worte so gut einbauen, vergleichen und abgleichen können und dadurch während des Sprechens bereits ein Abgleich mit den schon bekannten Informationen machen können.

Sprechen Sie sich daher, vor dem Einsatz, mit dem Dolmetscher ab, was ihm die Arbeit erleichtert.

Wir bei der GFT planen bei jeder Angebotserstellung daher auch immer die Vorbereitungszeit für den Dolmetscher mit dem Kunden mit ein.

Ist Sprache so komplex?

Es ist nicht unbedingt komplex, es ist schwierig. Das eine hängt mit dem anderen zusammen – es ist ein System. Wenn an einer Sache etwas verändert wird z.B. der Körperspannung, so verändert man automatisch auch etwas am Stimmklang. Wenn man beispielsweise beim Sprechen lächelt, strafft sich etwas – die Stimme ist ja eigentlich ein Geheimnis, da man nicht sehen kann was man genau macht, mit den speziellen Stimmorganen, die nicht an der Oberfläche liegen. Aber wenn die Körperspannung verändert wird, verändert sich auch der Klang.

Somit ist es eher ein Bewusstwerdungsprozess.

Wie ist es wenn man sich gewisse Muster über die Jahre angewohnt hat?

Wenn man beispielsweise vor dem Rechner sitzt neigt man dazu, zusammen zu sacken und den Hals nach vorne zu strecken, somit wird der Kehlkopf belastet, daher fängt das Sprachtraining schon bei der Körperhaltung an. Die Körperhaltung ist auch relativ leicht zu kontrollieren. Diese Dinge zu beachten, müssen tatsächlich immer wieder gemacht werden und es sollte auch Spaß machen dies zu tun. Denn wenn man keine Freude daran hat, wird dies in der Regel auch nicht weitergemacht.

Gut ist es auch, von einer anderen Person auf solche Dinge wie Fehlhaltung hingewiesen zu werden, so dass man sich dessen wieder bewusst wird und etwas dagegen tun kann. Wenn man sich selbst ertappt, wie etwas, was man trainiert hat, doch nicht beachtet wird, ist dies nicht sonderlich schlimm, denn es kann immer wieder vorkommen. Wichtig ist, sich genau dann, nichts vorzuwerfen, sondern sich mit einer sanften Stimme zu begegnen und sich einfach nur ins Bewusstsein zu werfen wieder mehr zu tun.

Die Stimme ist eine Gabe, man kann mit ihr viel bewirken. Sich damit näher zu befassen, ist daher spannend und für jeden empfehlenswert.

Haben wir Ihre Neugier geweckt? Möchten Sie noch mehr darüber erfahren? Wollen Sie Sich und Ihre Stimme noch besser kennenlernen und dadurch Ihre Stimme noch bewusster und kontrollierter einsetzen zu können?

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Sprachtraining mit Frau Silke Volkmann.

Fragen Sie uns einfach an!

Buchen Sie jetzt ein Sprachtraining mit Frau Silke Volkmann!

Im Podcast erwähnte Links und Zusatz-Informationen:

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Buch „Der kleine Stimmkompass
Lebendig sprechen – punktgenau landen: 21 Impulse für Stimme, Sprechen, Körpersprache

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